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|  WINGAS-Geschäftsführer Dr. Gerhard König
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 Die Chancen der Kooperation zwischen der WINGAS und der TU Freiberg stellten der sächische Finanzminister Prof. Georg Unland, Universitätsrektor Prof. Bernd Meyer und WINGAS-Geschäftsführer Dr. Gerhard König heraus.
Universitätsprofessor Prof. Bernd Meyer Frage: Welche Bedeutung messen Sie der Kooperation mit WINGAS bei?
Diese Kooperation ist ein weiterer Schritt der intensiven Zusammenarbeit mit der deutschen Energiewirtschaft. Wir haben mit verschiedenen großen Unternehmen bereits Zusammenarbeitsoptionen und -verträge, auf dem Gebiet der Forschung wie auch auf dem Gebiet der Ausbildung. Und wir freuen uns, dass sich ein großes Gasversorgungsunternehmen mit uns gemeinsam auf den Weg machen wird, Bildung voran zu treiben und Bildung auch mit Praxis zu verbinden – also akademische Bildung mit Praxis zu befruchten. Frage: Was versprechen Sie sich von dieser Zusammenarbeit? Für die Studenten wird das Studium attraktiver. Wenn wir aus den Hörsälen erausgehen, müssen unsere Studenten ja auch in der Praxis ihr Wissen beweisen. Und die WINGAS eröffnet uns solche Optionen. Die WINGAS bietet uns Möglichkeiten, sowohl bei den Verlegungsarbeiten der Trasse dabei zu sein, aber auch in Studienarbeiten Themen wie Erdgasbereitstellung, Versorgungssicherheit und natürlich auch die Wirtschaftlichkeit einer solchen Versorgung aufzubereiten, in Frage zu stellen und kritisch zu untersuchen. Das betrifft nicht nur die Studenten des Gasfaches, sondern auch Betriebswirtschaftler, Wirtschaftsingenieure und möglicherweise auch Materialfachleute. Frage: Warum arbeiten Sie ausgerechnet mit WINGAS zusammen? Wie kam es zu dieser Kooperation?
Die Berg-Akademie ist eine führende Hochschule auf dem Gebiet der Ressourcenbereitstellung und -sicherheit und WINGAS legt in einem Abstand von weniger als zehn Kilometern diese Pipeline hier an Freiberg vorbei. Regionale Nähe und fachliche Kompetenz kommen hier zusammen. Und WINGAS als Unternehmen will in die Zukunft investieren und damit auch in Köpfe.

Interview mit Dr. Gerhard König, Geschäftsführer der WINGAS
Frage: Herr König, welche Bedeutung hat die OPAL?
Die OPAL ist integraler Bestandteil der Ostseepipeline Nord Stream. Diese soll Erdgas direkt von den russischen und sibirischen Erdgasfeldern zu den Nachfragern nach Europa bringen. Und dabei kommt der OPAL die wichtige Aufgabe zu, das Gas von der Ostsee durch Ostdeutschland Richtung Tschechien direkt zu den Nachfragern zu bringen.
Frage: Wann startet der Bau der OPAL?
Der Bau der OPAL geht los, sobald die entsprechenden Genehmigungen vorhanden sind. Hier in Sachsen erwarten wir die entsprechenden Genehmigungen in den nächsten Wochen und danach werden wir auch entsprechend mit dem Bau beginnen können.
Frage: Welchen Zielen dient die neue Bildungskooperation mit der Bergakademie Freiberg?
Die OPAL ist für uns die Baustelle Zukunft, nicht nur weil sie die Energieversorgung und Versorgungssicherheit Europas mit absichert, sondern weil die OPAL hier wenige Kilometer an der Berg-Akademie vorbeiführt und sie eine ideale Möglichkeit für angehende Ingenieure bietet, das theoretisch erworbene Wissen in die Praxis umzusetzen, einzubringen und Erfahrungen zu sammeln. Das wollen wir den Ingenieuren ermöglichen. Darum freuen wir uns, diese Kooperation heute besiegeln zu können.
Finanzminister Prof. Georg Unland (Sachsen)
Frage: Herr Minister, was halten Sie von der heute geschlossenen Kooperation? Ich persönlich begrüße das aus vielerlei Hinsicht. Erstens, gibt dieses Projekt genügend Forschungsprojekte her, so dass man die gesamte Pipelinetechnologie und Erdgasversorgungstechnologie weiterentwickeln kann. Und zweitens gibt es einen neuen Anstoß bei der Energieforschung weiterzumachen. Wir haben bisher keine Lösung für das Energieproblem weltweit. Das bedeutet, wir müssen an vielen Ecken und Enden forschen, damit wir tatsächlich auch für die nächsten Jahrzehnte Lösungsmöglichkeiten haben. Frage: Inwiefern können die Studenten von dieser Kooperation profitieren? Die theoretische Ausbildung ist wichtig und notwendig. Für einen Ingenieur ist es allerdings irgendwann einmal Zeit, diese Erkenntnis in die Praxis umzusetzen – in Rohrleitungen, Maschinen, Verfahren. Das wird hiermit geleistet. Frage: Was kann der Staat tun, um Infrastrukturprojekte wie die OPAL zu unterstützen? Der Staat hat viele Möglichkeiten. Zunächst einmal ordnungspolitisch. Der Staat muss sich auch ordnungspolitisch um die Energiewirtschaft kümmern, das heißt Sicherheit zur Verfügung stellen, den Wettbewerb zu gewährleisten. Zweitens wirtschaftspolitisch: Wir müssen die Energiewirtschaft, dort wo wir es können, unterstützen, sei es im Planfeststellungsverfahren, aber auch im Monitoring, beziehungsweise in den Außenbeziehungen sicherstellen, dass wir genügend Energieimporte nach Deutschland haben. Und das reicht zu guter Letzt dann auch bis zur Forschungspolitik. Wir unterstützen aktiv Energieforschung hier in Sachsen. Wir haben dabei drei große Standorte: Leipzig, Dresden und dann hier Freiberg.
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